in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts ließ ein Graf aus Luxemburg, das von Saarburg aus nicht weit entfernt ist, die Höhenburg über der Saar erbauen. Mit dem Bau der Burg begann die Geschichte der Stadt, an deren Stelle es in vorgeschichtlicher und römisch-fränkischer Zeit schon Siedlungen gab.
Zunächst lebten die Menschen im Bereich der Burganlage. Anfang des 13. Jahrhunderts siedelten sich dann auch Bewohner unterhalb der Burg an.

Immer wieder stand die Burg im Mittelpunkt von Gefechten und wechselte den Besitzer. Sie wurde mehrfach beschädigt, erobert und wieder aufgebaut, bis sie Ende des 18. Jahrhunderts zum letzten Mal von den Franzosen erobert wurde. Danach begann die Burg zu verfallen, die seit 1734 schon kaum noch bewohnt wurde.
Um dem entgegenzuwirken, kaufte die Stadt die Burg im Jahre 1860 und erhält sie seither als Kulturerbe.
Saarburg liegt heute in Rheinland Pfalz, an der Grenze zum Saarland.
Hier gibt es bei Wikipedia einen Stich, der die Burg in ihrem ursprünglichen Zustand zeigt.

Alle Fotos wurden aufgenommen mit der Fujitsu A850, um Ostern 2014


Vom Stadtteil Beurig auf der Südostseite der Saar kommend, fährt man über die Brückenstraße (L132) wie der Name schon vermuten lässt,
über eine Brücke und dann durch einen Tunnel in die Altstadt.

In Beurig liegt auch der Saarburger Bahnhof.

 

 
Die Unterstadt mit der Hauptstraße "Staden" zieht sich direkt am Saarufer entlang.

An ihrem nordöstlichen Ende, unterhalb der Burg, liegt die ehemalige "Glockengießerei Mabilon" die seit 2002 nur noch ein Museum ist.

Hier siedelten sich Anfang des 13. Jahrhunderts die ersten Stadtbewohner außerhalb der Burg an.
   
Rechts des Tunnels steht die Burgruine auf ihrem vorgeschobenen Posten über der Saar.
Vom Bergfried aus, der dem Bau erst später hinzugefügt wurde, hat man einen weit reichenden Ausblick.

Im Anmarsch befindliche Feinde waren so frühzeitig zu entdecken, wenn sie nicht gerade von Kahren aus durch den Wald kamen. Kahren ist heute zu Saarburg eingemeindet. Beide Orte gehören zum Landkreis Trier-Saarburg mit dem Kennzeichen TR. 

   
Die Infotafel an der Burg informiert den Besucher in Kurzform über die 1000-jährige Burggeschichte.

 

   
Ursprünglich hatte die Burg eine Grundfläche von 137m mal 50m, also fast 7000 m².
   
Ein Blick hinunter auf die Talseite und die evangelische Kirche
   
Wo wahrscheinlich schon früher der Küchenbereich war, befindet sich heute das Burgrestaurant.
   
Das ist der Rest des ehemaligen Hauptgebäudes, des Wohnturm, der ganz im Nordosten der Anlage steht.

Rechts im Bild ist noch eine Baurüstung zu sehen:
Dort fehlt heute ein Anbau, der auf dem alten Stich bei Wikipedia noch zu sehen ist.
   
Im eckigen Wohnturm steht der runde Bergfried. Die Öffnungen im Mauerwerk waren also keine Fenster, sondern Türen.

So lassen sich die ehemals drei Stockwerke von je 13m mal 15m leicht nachempfinden.
   
Hier steht man bereits im Bereich des früheren Wohnturm, der eine Höhe von 14 Metern hatte.
   
Eine heute unerreichbare Schießscharte
   
Irgendwo da oben saß einmal der Dachstuhl auf der Außenmauer
   
Ein Blick aus dem Bergfried durch ein Fenster des Wohnturm...
   
... auf den früheren Burghof.
   
und hier hinunter in die Altstadt
   
Altstadt "Am Pferdemarkt"
   
oberhalb des Leukbachfall
   
Die Säulen in dieser Durchfahrt dürften zu den ältesten Teilen der Stadt gehören
   
Mit Blick auf den Leukbachfall und dass Wasserrad einer kleinen Mühle sitzt man im "Altstadt Eck"
   
Wo keine Wohnfläche ist, wird eben welche geschaffen, man muss nur kreativ sein.
   
Direkt am Hang, neben Resten der alten Befestigungsmauer der Burganlage und mit Blick auf die Saar, hat man hier ein unglaubliches Panorama.
   
Hier noch der offensichtlich ältere hintere Teil des "Altstadt Eck"
   
Die Fußgängerzone "Am Markt"
   
lädt überall zu Getränken, Speisen und Desserts ein
   
Das ist der zwar unspektakuläre aber dennoch bleibende Eindruck des Leubachfall


 

V 2.5.1   24.05.2016