Otto Waalkes, dieser Mann hat mich schon zum Lachen gebracht, da war ich noch keine 10 Jahre alt.
                            Und das ist lange her.
                           

                            Einmal in meinem Leben, wollte ich auch den zweiten Gottvater (neben Heinz Erhardt) in Sachen
                            Deutscher Humor live gesehen haben.
                            Die Zustimmung meiner Liebsten erforderte keine langen Diskussionen, sie war sofort dafür.

                            Doch als wir nach Tickets suchten, gab es einfach keine für Berlin. Der zeitlich machbare und dann
                            am nächsten gelegene Auftritt war dann in Rostock...

                            Da hatten wir unseren "Dicken" noch nicht und mussten uns eine "Robbe" mieten...
                            Aber Otto war uns den Spaß wert und mit dem fast neuen Caddy war die Fahrt ein kurzer und angenehmer
                            Ritt. Ohne Navi war die Suche nach der Stadthalle nicht ganz so lustig, ging aber.

                            Auf dem großen Parkplatz war schnell ein Plätzchen gefunden und wir kamen zeitig in eine angenehm
                            hergerichtete (bestuhlte) und gut ausgeleuchtete Halle, in der wir unsere Plätze schnell fanden.                      

                                                
                                                       
                                    Zuerst lief über die Hintergrundmonitore eine Laufschrift mit typischen Otto-Botschaften zu ersten
                                    Erheiterung des Publikums.

                                    Und dann kam der Meister!

                           
                                    Mit einer Pause gab Otto eine Mischung von Klassikern wie Susi Sorglos, dem Pfarrer, Harry Hirsch
                                    und neueren Parts, wie seine Parodiensammlung auf aktuelle TopActs wie z.B. Unheilig, in der Art
                                    wie er schon immer bekannte Künstler, Lieder oder Politiker persiflierte.
                                    Auch der altbekannte Englischkurs wurde inzwischen angepasst, so ist der PC-Alltag hier das Thema.

                                    Doch bei Otto macht es die Kombination. Seine Auswahl der Titel die er umgetextet hat, ist so
                                    treffsicher, dass das Publikum jederzeit mitgehen kann.
                                    Dann geht es wieder zurück in der Geschichte, zu Robin Hood, dem Rächer der Enterbten.
                                    Das Publikum wird immer wieder mit einbezogen, nimmt aktiv an der Show teil.

                                    Wieder jüngere Kreationen sind die beiden Handpuppen Dings und Bums. Diese haben sich bereits
                                    als fester Teil der Show etabliert und sind kein Stück weniger komisch, als Otto in einer Doppelrolle
                                    wenn er ein Interview führt, Rüdiger Hoffmann oder Mario Barth parodiert, den Musiker gibt oder
                                    Ostfriesenwitze macht.
                                    Da habe ich mich mehr als einmal gefragt, ob Otto nicht auch einen Abend mit vollständig gespielten
                                    Versionen seiner Covers abliefern könnte.

                                    Der krönende Teil des Abends ist dann Ottos Küchen Workshop, wenn er wie wild ein Gericht für die
                                    Mülltonne zurecht macht...und die erste Reihe des Publikums zu Zielscheiben von Wasser und Kohlfetzen macht.

                                    Ich kann Otto auf jeden Fall nur empfehlen. Ihn live zu erleben ist etwas, dass man nicht wieder
                                    vergisst. Er ist der Größte.