Firefox das Sorgenkind von Mozilla (Update, 04.06.2016)


Als Firefox auf den Markt kam, etablierte sich der Browser in Windeseile,  wurde Liebling vieler Anwender und verwies den Internet Explorer von Microsoft klar auf die Plätze.

Schneller, sicherer und besser im Handling war er und hatte Features im Gepäck, an die man in Redmond wohl noch gar nicht gedacht, bzw. die man offenbar nicht für wichtig oder interessant genug gehalten hatte, um sie den Usern "in die Hand zu geben".

Doch irgendwann kamen die Updates zum Schließen von Sicherheitslücken in immer kürzeren Abständen.
Und auch die Pannen.

Seit dem Release von Version 40.0.3 ist jetzt für mich das Maß voll.
Geändert hat sich auch nach den Updates auf die Versionen 41.0.1 und 42.0.1 NICHTS - niente, nothing, non. Da wird i-was am Prog gewerkelt, sichtbare Probleme werden aber nicht behoben.
Und ich bin der kleine Stänkerfritze, der immer mal wieder nachsieht, ob sich was getan hat oder nicht. Wo ist denn sonst auch der Sinn eines Updates???

Probleme wie ich sie nun seit vielen Wochen habe, gab es offenbar auch schon in früheren Jahren immer mal wieder. Nur wurden sie da zügig via Update behoben - jetzt = Fehlanzeige!

Da wäre z.B. die auf den nackten html-Code reduzierte Anzeige vieler Seiten.
Man stelle sich amazon oder eBay ohne jede Grafik vor -->

Nicht gerade zum shoppen geeignet, oder? Auf den folgenden Seiten wird es dann richtig grausig - und der Seitenbetreiber kann NICHTS dafür!

Aber auch Seiten wie z.B. kununu.com (Bewertungen für Arbeitgeber abgeben) entbehren jeglicher Funktionalität, wenn sie nur im nackten html-Code dargestellt werden.

Dann gab es immer wieder Probleme mit der Kompatibilität bei ATI-Grafikkarten. Hier wurden häufig keine Videos angezeigt.
Wie bei fehlendem oder veraltetem Adobe Flash Player.

Das gleiche Problem konnte man auch ab und an bei Nvidia-Grafikkarten beobachten.
Wenn man gerade ein Update des Flash Player gefahren hatte, bekam man von Firefox die Meldung, man solle den Flash Player aktualisieren...
Mit dem nächsten Update von Firefox war es meist wieder OK.

Inzwischen haben sich aber so viele Probleme versammelt, dass Firefox insgesamt für mich keine Alternative mehr ist.
Denn Firefox schreibt mir nun auch auf verschiedenen, gerade frisch installierten Systemen
(XP, 7 und 8.1) vor, welche Seiten ich nicht aufrufen darf. Windows 7 und 8.1 sind dabei Updateseitig auf dem aktuellen Stand und meine Sicherheitssuite blockt dabei auch nichts.
Das es evtl. an meinen Systemeinstellungen liegt, können wir wohl ausschließen.
Immerhin sind die Probleme sofort da, nicht erst nachdem ich meine Systeme in meinem Sinne konfiguriert habe. Es kann also wohl nur an Firefox liegen oder kneift mich da was?

Zu den betroffenen Seiten gehören unter anderem auch Google -->

und Facebook -->

Die sonst gängigen Optionen zur Problembehebung greifen hier nicht mehr.
Es werden keine Zertifikate mehr abgerufen, Ausnahmen werden strikt verweigert.
Auf allen möglichen Seiten findet man statt den Grafiken zu Verlinkungen, immer wieder nur die Warnung, dass der angeforderten Seite bzw. Verbindung nicht vertraut wird -->

Meine Recherchen haben ergeben, dass ich mit dem Problem nicht allein da stehe.

Die Suche nach "Firefox blockiert Google" bringt Ergebnisse ohne Ende.
Doch das scheint die Mozilla-Entwickler-Community nicht im Geringsten zu jucken.
Als Lösung bietet die Mozilla-Hilfe an, den Cache und die Cookies zu löschen...

Ich habe mein Firefox so eingestellt, dass nach dem Ende jeder Session alle diese Daten automatisch gelöscht werden - scheidet also als Grund für das Problem aus.

Und das Beste ist, dass alle anderen Browser, die ich inzwischen getestet habe, keine solchen Zicken machen - ausnahmslos!

Begründet wird das Verhalten übrigens damit, dass angeblich keine aktuellen Zertifikate der Seiten verfügbar seien.
Bei so vielen betroffenen Seiten, will ich nicht glauben, dass es an den Seiten liegt.
Und auch nicht daran, dass diese Seiten trotz https nicht alle übermittelten Daten verschlüsseln.

Ich hatte nun vermutet, dass das Problem mit den neuen HSTS-Cookies zusammen hängt.
Seit dem 29.10.2015 kam ich nämlich mit Firefox auch nicht mehr auf youtube.
Das hatte ich einfach noch einmal versucht, nachdem ich bei youtube ein Video zu dem Thema
HSTS-Cookies von SemperVideo gesehen hatte (natürlich mit Seamonkey statt mit Firefox).

Teilweise dreht man sich auch mit den Links zu entsprechenden Hilfeseiten nur im Kreis.
Und egal wie intensiv ich die Hilfe von Mozilla auch durchforstet habe - es gibt keine Lösung.

Meine Lösung war nun, nicht mehr mit Firefox zu arbeiten.
Denn es ist in meinen Augen keine Lösung, den User permanent als Beta-Tester wider Willen einzuspannen und im Internet immer wieder angesprochene Probleme, einfach ungelöst zu lassen.

So kommt man vom ehemaligen Primus zum Träger der roten Laterne.

Und das scheint bei Mozilla inzwischen zum Leitmotiv geworden zu sein.

Für den ftp-Client FileZilla gibt es keine Updates mehr, die unter Win XP laufen, obwohl noch immer ein großer Teil der User mit der guten alten XP arbeitet. Die müssen nun alle entweder mit den im Laufe der Zeit entdeckten Sicherheitslücken leben - oder sich nach den Produkten anderer Anbieter umsehen. Und das werden sie wohl, wie ich nur annehmen kann, mangels Lösung durch Mozilla auch tun.

Unter Win 7 verursachte das letzte Update dann einen ganz neuen Fehler.
Nach dem Update begann FileZilla nach einem Zertifikat zu suchen - und wurde damit nicht fertig.
Während der endlosen Suche verweigerte der Client die Verbindung zum Server.
Die Vorgängerversion arbeitet einwandfrei.
Auch Versuche die Konfig zu ändern, z.B. mit sftp Einstellungen brachten keinen Erfolg.

Und auch das von immer mehr Usern genutzte Thunderbird ist mit dabei, wenn es darum geht, den User in den Wahnsinn zu treiben.
Lange Zeit fügte TB heimlich ein Leerzeichen hinten an die E-Mail-Adressen an, die man im Adressbuch speicherte.
Beim Mail-Versand kam es dann logischer Weise zu Problemen - die Mails gingen nicht raus.
Der Grund war - was ja nahe liegt - nicht zu erkennen. Ein Leerzeichen am Ende sieht man eben nicht.

Ähnlich verhält es sich bei Grafiken in E-Mails auf die man antworten möchte.
Beispiel: Ich habe eine E-Mail von einer Firma bekommen. In der Signatur befindet sich eine kleine Grafik. Wenn ich meine Antwort fertiggestellt habe, kann ich diese Nachricht weder senden noch speichern. Sowie ich die Grafik des Empfängers entfernt habe, geht beides ohne jedes Problem!

Doch wie sieht das z.B. bei einer Bewerbung aus, wenn ich die Grafik des Empfängers in seiner E-Mail mit der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch entferne, bevor ich diese mit meiner Terminzusage zurück schicke? Besch... natürlich. Vielen Dank liebe Entwickler für Eure Ignoranz.

Auch eingefügte Grafiken, seien sie auch noch so klein, hindern Thunderbird am Versand.
Der Mailversand stockt mit einem Popup "Anhängen der Datei XY" wobei das Anhängen kein Ende findet. In meinem letzten Fall waren es atemberaubende 156KB.

Dann war das Kalender Add-On "Lightning" nach einem TB-Update verschwunden.
Mit ihm alle Kalendereinträge. Der Totalverlust aller Kalendereinträge ist schlicht eine Katastrophe.
Nach einem weiteren Update war es wieder da - die Kalendereinträge jedoch für immer im Nirvana.

Ein weiterer schlechter Witz nach einem Update: Die Adressbucheinträge ließen sich plötzlich nicht mehr mit dem Speichern schließen. Nach einer Weile war klar, dass man erst die vorhandenen jeweiligen Fotos zum Eintrag neu hinzufügen musste, damit beim Speichern die Änderungen übernommen, und die Bearbeitungsseite auch geschlossen wurde.

Das Fazit: Bei Mozilla verderben zu viele Köche den Brei. Außerdem wird nach Abschluss der  Updateprogrammierung ganz offensichtlich nicht getestet, ob die vorherigen Funktionen und Features (Add Ons) noch laufen.
 

Wenn Ihr so weitermacht und Euch im Grunde nicht ernsthaft mit der Lösung von Problemen auseinandersetzt, sie den Tüftlern und Forenmitgliedern überlasst, dann heißt es womöglich bei immer mehr Usern ciao, adieu, bye bye und auf nimmer Wiedersehen Mozilla / Firefox und Co.

Update vom 01.11.2015

Meiner Frau war es nun langsam zu blöde, da sie unser Notebook ständig braucht und wir auch auf der Klappkiste das Problem mit Firefox hatten, dass google und andere Seiten nicht geöffnet werden konnten. Das Problem, dass Seiten nicht korrekt angezeigt werden, also nur der nackte html-Code, besteht indes weiter!!!

Sie hat nun noch einmal auf ihrem PC (da lief Firefox erstaunlicher Weise noch ohne Zicken) alle möglichen Suchparameter abgeklappert und mit der Kombination
"Firefox Fehler dieser Verbindung wird nicht vertraut" im Forum von computerbase.de folgenden Eintrag vom User "Hauro"gefunden (Hier das vollständige Zitat seiner Antwort auf die Frage nach der Lösung zum Problem):

"AW: Firefox - Google.de -> Dieser Verbindung wird nicht vertraut

Es müsste an Kaspersky liegen:
Fehler: Firefox kann keine Verbindungen zu HTTPS-Seiten aufbauen, Seit Installation KIS MR1 15.0.1.415 [forum.kaspersky.com]
Verbindungsversuche zu https-Seiten, z.B. https://google.de, werden im Firefox mit der Fehlermeldung "Dieser Verbindung wird nicht vertraut" blockiert.

Es sind nicht alle Computer betroffen.

Ursache: Wahrscheinlich ist das von der KIS im Zertifikatspeicher des Firefox automatisch installierte Kaspersky-Stammzertifikat beschädigt oder es wurde gar nicht installiert.

Abhilfe: Das Stammzertifikat manuell im Firefox installieren.

Vorgehen:

Im Windows Explorer muss die Anzeige von versteckten Ordnern und Dateien aktiviert sein.

Windows 8/8.1: Mit dem Ordnersymbol in der Taskleiste das Explorer-Fenster öffnen > Menü "Ansicht" > Optionen > Reiter "Ansicht" > Option "Versteckte Dateien und Ordner: Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen" suchen und aktvieren > OK. Explorer-Fenster schliessen.

Windows 7: Kontextmenü der Startfläche > Windows-Explorer öffnen > Menü "Organisieren" > Ordner- und Suchoptionen > Reiter "Ansicht" > Option "Versteckte Dateien und Ordner: Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen" suchen und aktvieren > OK. Explorer-Fenster schliessen.
Firefox-Fenster öffenen > Firefox-Menü öffnen (Symbol mit 3 Strichen oben rechts) > Einstellungen > Erweitert > Zertifikate > Zertifikate anzeigen > Reiter "Zertifizierungsstellen": Eintrag "Kaspersky Lab ZAO - Kaspersky Anti-Virus Personal Root Certificate" suchen, falls vorhanden dessen zweite Zeile markieren und mittels der Schaltfläche "Löschen oder Vertrauen entziehen" entfernen; falls mehrfach vorhanden alle entfernen. Anschliessend Schaltfläche "Importieren..." klicken; im Browserfenster zum Ordner C:\ProgramData\Kaspersky Lab\AVP15.0.1\Data\Cert navigieren und die Datei (fake)Kaspersky Anti-Virus Personal Root Certificate.cer markieren > Öffnen > im Fenster "Herunterladen des Zertifikats" die Option "Dieser CA vertrauen, um Websites zu identifizieren" aktivieren > OK. Anschliessend sollte das Zertifikat unter "Zerifizierungsstellen" sichtbar sein. Alle Einstellungsfenster mit OK schliessen. Firefox schliessen.

Nun sollten Verbindungsversuche zu https-Seiten nicht mehr blockiert werden.
Kaspersky jubelt hier eigene Zertifikate unter. "

DAS liebe Leute, ist sowohl von Kaspersky als auch von Mozilla ein Sauerei ohne Gleichen!

Für Kaspersky bezahlt man ja nun auch noch - Information gleich Null. Und das Problem ist nun seit weit über einem Jahr bekannt (seit KIS 2015)! Weder die Leute bei Kaspersky, noch die Entwickler im Mozilla-Netzwerk haben es nötig, sich damit auseinanderzusetzen.

Und gerade die Firma Kaspersky finde ich, steht ihren Kunden gegenüber in der Pflicht, das Problem entweder softwareseitig zu beheben, oder zumindest ihre zahlenden Kunden aufzuklären und ihnen die Lösung mitzuteilen - oder kneift mich da mal wieder was???

Doch das Thema Kaspersky ist nun vorbei :-) Einige Systeme verwaltend, habe ich die Lizenzen nicht verlängert, sondern einfach den Anbieter gewechselt.

Wer nicht hören will muss fühlen. Und ich hoffe sehr, dass möglichst viele Computerbesitzer diesem Beispiel folgen und sich ebenfall für eine Alternative zu "Kasperle sky" entscheiden.

Denn nur so kann der Kunde den Markt beeinflussen.

Wem also hiermit geholfen ist, schließe doch bitte "Hauro" und meine Frau in Deine Nachtgebete mit ein ;-)

Update vom 04.06.2016

Eine E-Mail von einem Freund - von heute:

"Hey Ihr,
es scheint jetzt auch bei mir anzufangen, mit Mozilla.
Seit heute und einem Update gestern, habe ich keine Möglichkeit mehr meinen Kalender (Lightning in Thunderbird) mit eingetragenen Terminen zu öffnen."

Na ist das nicht toll? Es geht munter weiter, diese programmierenden Arschnasen lernen einfach nix dazu.

Es geht nicht nur darum, dass man Funktionen nicht mehr nutzen kann.
Nein Thunderbird hat jetzt zum wiederholten Mal die Kalendereinträge gekillt.

Wozu brauche ich ein Mailprogramm, das selbst entscheidet, welche meiner Daten es ohne meine Zustimmung killt?

Genau - für nix. Es ist schlicht überflüssig!

 

                                    Mozilla Firefo - Mozilla Thunderbird - Mozillae FileZilla