Hurra wir verblöden!

Wie sonst soll ich das nennen, was mir jetzt wieder vor die Füße gefallen ist???

Ich hole mal ein wenig weiter aus...
Das die diversen Bestrebungen um den Ausbau natürlicher, regenerativer Energiequellen den Betreibern unserer konventionellen Kraftwerke nicht in den Kram passen ist ja nichts Neues mehr.

Immerhin geht es jetzt soweit, das die Stromverbraucher nicht nur über den Strompreis, sondern auch über Steuern die Betreiber von AKWs quer finanzieren sollen.

Doch noch viel simpler ist es, der Bevölkerung den Zahn mit dem Öko-Strom zu ziehen, indem man die alternativen Energiequellen einfach schlecht aussehen lässt. Und das ist einfacher als man vielleicht denkt.
Besonders deutlich wird das an meinem aktuellen Beispiel.

Im Brandenburgischen Landkreis Oberhavel (OHV) gilt es noch bis zum 06.07.2016 mit einer Unterschrift an einem Volksbegehren gegen einen geplanten Windpark teilzunehmen.
Hier ein Aushang aus einem der benachbarten Orte:

Foto: H.F.

Erschwert wird dieses Ansinnen dadurch, dass zum einen nur Brandenburger an dem Vb teilnehmen dürfen und die Unterschriften zum anderen NICHT auf der Straße gesammelt werden dürfen. Also diese Umstände nenne ich schon mal erschwert. Das Demokratie ausgeübt wird, scheint hier nicht wirklich gewünscht zu sein.

Das das Vorhaben "Windpark" auf massiven Widerstand stößt, ist in diesem Fall alles, nur kein Wunder.
Die Anwohner führen nicht nur die regionalen Gründe an, die man schon des Öfteren gehört hat.
Natürlich hat kaum ein Eigenheimbesitzer ein Interesse daran, die bisherige Aussicht von einem Windpark verbaut zu bekommen.
Hier geht es in der Hauptsache um etwas ganz anderes!

Denn es ist die Rede von Windrädern mit einer Höhe von bis zu 200 Metern. Das wären echte Monsterteile. Und da wir hier in Deutschland leben, gibt es natürlich für den Betreiber auch einen ganzen Sack voll Regeln und Vorschriften die sowohl bei Planung und Bau, wie auch später beim Betrieb eingehalten werden müssen. Ob die alle sinnvoll und zweckmäßig sind, lassen wir mal dahin gestellt.

Mich interessiert im Moment mehr die Frage: "Wer bestimmt denn eigentlich wo ein Windpark errichtet wird?
Denn der geplante Standort ist ein Waldgebiet östlich der "KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen".



Nordöstlich grenzen eine Menge Felder an, die zusammen die gleiche Fläche haben, wie das Waldstück das geopfert werden soll.

Daher wiederhole ich zum Nachdenken meine Frage: "Wer bestimmt, wo ein Windpark errichtet wird?"

Denn ich glaube kaum, dass eine Betreiberfirma sich an die zuständige Behörde wendet und den konkreten Ort wie bei einem Wunschkonzert anfordert.
Außerdem möchte ich bei allen übergeordneten geschäftlichen Interessen annehmen, dass gerade eine Firma aus dem Bereich der alternativen Energiegewinnung kein Interesse daran haben kann, mehrere Hektar Wald auszulöschen um an Stelle der Bäume Betonpfeiler zu errichten.

Da ist ja wohl völlig klar, dass die Anwohner sagen: "Nicht mit uns!" und die Windenergie alt aussieht.
Einen ganzen Wald mit all seinen Pflanzen und den Tieren die dort leben einem Windpark zu opfern, kann man
kaum noch als ökologisch sinnvoll bezeichnen.
Ich habe den Eindruck, dass hier die Erzeugung von Ökostrom gezielt als Bösewicht dargestellt wird.
Ja, irgendwo müssen die Windräder hin. Aber nicht für einen solchen ökologischen Preis.

Dazu lieber Leser, ganz ungefragt mein Rat: Einfach mal drüber nachdenken