Hallo und willkommen im bösen Blog

                                            Wieder einmal drehen sich die Gedanken von Herrn 95% um einen Skandal.
                                            Nur das ihm der Umfang dieses Mal derart gruselig zu sein scheint, dass er ihn kaum fassen kann.

                                            Das Schicksal des Gustl Mollath zieht inzwischen immer weitere Kreise.
                                            Es ist nicht nur äußerst bedenklich, das durch falsche Anschuldigungen und Weisungen zum Wegsehen,
                                            ein unbescholtener Bürger zum Opfer eines gewaltigen juristischen Desaster wurde, sondern auch eine Frage
                                            die die gesamte Bevölkerung bewegen sollte, wie es möglich ist, dass selbst die Presse sich in deutlicher
                                            Zurückhaltung übt.

                                            Jedoch nicht in Zurückhaltung im üblichen Sinne, sondern auf delikate Weise, mit steigender Tendenz.
                                            Was dazu führt, dass trotz der teilweise vorhandenen Objektivität für Sachverhalte wie die Verschiebung
                                            von Schwarzgeld und deren reelle Dokumentation durch die betroffene HypoVereinsbank,
                                            der Leser am Ende solcher Reportagen einen Restzweifel an der Glaubwürdigkeit Gustl Mollaths
                                            zurückbehält. Die "Zeit" hat hier mit falsch zugeordneten Daten und nicht zutreffenden Zusammenhängen
                                            eine ganz klare Richtung eingeschlagen und sich auf unzulängliche Weise an der Schlammschlacht beteiligt.

                                            Für ein Nachrichtenmagazin oder eine große und seriöse Tageszeitung z.B., empfiehlt es sich natürlich,
                                            dass man sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnt.
                                            Es wird immer öfter ein Türchen für den Rückzug offen gelassen, da es ja immer noch sein könnte, dass
                                            sich Herr Mollath bei einer möglichen weiteren psychiatrischen Untersuchung doch noch als der erweist,
                                            für den man ihn gehalten hat.

                                            Mit anderen Worten: Die Presse nutzt zwar eine "Riesensensation" für die Auflagenhöhe und reitet auf der
                                            Welle mit, die sich gerade der Bayerischen Justiz entgegen wirft, erhebt auch den Zeigefinger gegen leichtfertige
                                            Entscheidungen, die nicht publik werden sollten, sieht sich aber beinahe geschlossen nicht dazu imstande,
                                            Position für das Opfer zu beziehen.
                                            Denn neuerliche Erfahrungen wie die "Hitler-Tagebücher" will sich die deutsche Presselandschaft ersparen.

                                            Sehr subtil wird z.B. in der Welt darauf hingewiesen, dass Herr Mollath Briefkontakte zu Persönlichkeiten des
                                            internationalen öffentlichen Lebens, bzgl. einer besseren Welt aufzubauen versuchte und dazu mehrere hundert
                                            Briefe verschickte. Seine Beweisführung vor Gericht, sei bei einem unübersichtlichen Stapel von Unterlagen,
                                            auf tatsächlich nur wenige Seiten begrenzt gewesen.

                                            Der Spiegelartikel von Beate Lakotta, mit Datum vom 13.12.2012, entsetzte sicher nicht nur viele Spiegelleser,
                                            er macht auch nicht davor halt, bereits belegte Tatsachen erneut in Zweifel zu ziehen.
                                            Denn die Veröffentlichungsdaten des Interview mit "Report Mainz" im Internet, liegen zwischen dem 15. und
                                            dem 20.11.2012 (bei YouTube).
                                            Somit ist diese Spiegelreportage ohne Rücksicht auf die bekannten Fakten aus dem "Sonder Revisionsbericht" der
                                            HypoVereinsbank zustande gekommen.
                                            Der Bericht befasst sich intensiv mit den Vorwürfen bzgl. Schwarzgeldgeschäften und deren juristischer Gewichtung.
                                            Es findet sich ein Hinweis auf das Ansprechen von Ängsten in manchen Mitteilungen aus dem Lager, welches sich
                                            für die Freilassung Mollaths einsetzt.
                                            Auch das neue Urteil des Arbeitsgerichtes hinsichtlich Petra Mollaths Kündigung, die nun aufgehoben wurde,
                                            bleibt nicht unerwähnt.
                                           
                                            Herr 95% wüsste nun gerne von Frau Lakotta, warum die Justiz nicht nur die Finanzstraftaten "wieder" unter
                                            die Lupe nimmt, sondern auch die Verschleierung und Vermeidung einer früheren Strafverfolgung, also die "Lücken
                                            im Rechtssystem" aufklärt.
                                            Wenn also Herr Mollath weiterhin nicht bei den Tatsachen bleibt, wie sie es darstellt, wie ist es dann um die
                                            "Gedankensysteme" derer bestellt, die den "Sonder Revisionsbericht" erstellt haben? Denn diese Leute wären dann
                                            möglicherweise auch nicht vertrauenswürdig oder zurechnungsfähig.

                                            Auch "die Zeit" mischt bei den böswilligen Unterstellungen gegen Gustl Mollath fröhlich mit.
                                            Die Redakteurinnen und Redakteure
Anita Blasberg, Kerstin Kohlenberg, Sabine Rückert, Dr. Rainer Esser und
                                            Christian Röpke, Zeit-Online müssen sich unter http://apokalypse20xy.wordpress.com/tag/sabine-ruckert/ einige
                                            berechtigte Vorwürfe hinsichtlich ihrer Art von Berichterstattung gefallen lassen.

                                            Über ein weiteres Beispiel für diese "dynamische Berichterstattung" informiert dieser Artikel:
                                            http://apokalypse20xy.wordpress.com/

                                            Das alles ändert nichts daran, dass die Beschuldigungen gegen die betroffenen Mitarbeiter der HypoVereinsbank
                                            nicht nur zutreffen, sondern von der HVB selbst, auch mit der Entlassung der Akteure bestätigt wurde.
                                            Die betroffene Bank hat hier, im Gegensatz zur Justiz, intern richtig reagiert und einen "Sonder Revisionsbericht"
                                            verlangt, um die Vorwürfe aufzuklären.

                                            Die zuständige Bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk, sieht sich inzwischen nicht mehr nur mit den Vorwürfen
                                            wegen der bereits bekannten Straftaten konfrontiert, die unter normalen Umständen von den zuständigen Behörden
                                            verfolgt worden wären.
                                            Sie begegnet im Interview mit "Report Mainz", der Frage ob die Untersuchungen der HypoVereinsbank die
                                            Aussagen von Herrn Mollath bestätigen, auch keck mit der Antwort, "Soweit Sachverhalte oder Vorwürfe noch
                                            verfolgbar waren, bestätigt das die Vorwürfe nicht."
                                            Doch der "Sonder Revisionsbericht" der HypoVereinsbank kommt zu dem zusammenfassenden Ergebnis, dass sich          
                                            alle nachprüfbaren Behauptungen von Gustl Mollath als zutreffend herausgestellt haben.
                                            Nachdem die Reporterin der Justizministerin den Bericht vorgelegt und den betreffenden Passus vorgelesen hat,
                                            wiederholt Frau Dr. Merk diese Antwort auf die wiederholte Frage der Reporterin.

                                            Herr 95% hatte bei dem Video den Eindruck, Frau Merk befände sich in einer geistigen Endlosschleife, gleich einer
                                            hängenden Schallplatte.
                                           
                                            Davon abgesehen das Horst Seehofer hinsichtlich der bevorstehenden Wahlen seltsam verhalten reagiert, und statt seine
                                            Justizministerin zu entlassen um Schaden von seiner Partei abzuwenden, ihr nun die Gelegenheit lässt, in einem neu
                                            aufgerollten Verfahren (dem Tribut an das öffentliche Interesse) alles noch gerade zu rücken, bleibt die Frage:
                                            "Warum sitzt Herr Mollath weiter in der Psychiatrie?"

                                            Seine Angaben die nun hinlänglich belegt sind, waren der Auslöser für den Vernichtungskrieg seiner früheren Frau
                                            gegen den lästigen und "gefährlichen" Ehemann. Und letztlich für die Einweisung in die Psychiatrie.

                                            Wer steht nach den neuen Ermittlungen dafür gerade, dass es überhaupt einen Bodensatz geben konnte, auf dem die
                                            gerichtlichen Fehlentscheidungen gediehen?
                                            Warum hält die Justizministerin ihre Hände so eisern schützend über alle, die keine Neuverhandlung des Falles Mollath
                                            wollen? Oder kurz und knapp: Wie viel Geld steckt dahinter und wie viele Leute könnte es den Arsch kosten?

                                            Werden die Schuldigen und Mittäter zur Rechenschaft gezogen, oder wird Herr Mollath freigelassen, und der Rest der
                                            Angelegenheit unter den Teppich gefegt?

                                            Selig ist, wer noch den Medien traut und sich auf den Schutz durch geltende, aber nur auf Papier gedruckte Gesetze
                                            verlässt.
                                           
                                            Wo er ein Protest-T-Shirt bekommt weiß Herr 95% inzwischen, aber welcher Berichterstattung er noch glauben soll,
                                            dass weiß er nicht.